Veranstaltung

Wer ist das lesbisch-queere Wir? Queerness, Race und Kolonialität

| im lesbisch-queeren Zentrum (LeZ)

Vortrag im LeZ

Rechtsextreme Hetze richtet sich aktuell sowohl gegen rassifizierte und migrantisierte ‚Andere‘ als auch gegen geschlechtliche und sexuelle Vielfalt. Umso dringlicher wird es, danach zu fragen, wo Queerness und Rassismen gegeneinander ausgespielt werden und unter welchen Bedingungen solidarische Bündnisse möglich sind. Zu Beginn des Vortrags werden einige zentrale Konzepte aus intersektionalen, post- und dekolonialen Debatten vorgestellt. Wo laufen lesbisch-queere Politiken Gefahr, in rassistische oder koloniale Strukturen verstrickt zu sein und wo können solidarische Verbindungslinien zwischen Queerness, Intersektionalität und Dekolonialität entstehen? Anhand von Beispielen aus der queer-aktivistischen Praxis werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie diese Perspektiven in queer-aktivistische Arbeit übersetzt werden können. Dabei soll sowohl das Potenzial zur Öffnung und Erweiterung von Queerness als auch die damit verbundenen Spannungen, Herausforderungen und Widersprüche diskutiert werden.

Vortragende: Tanja Vogler, BSc MSc PhD (Institut für Bildungswissenschaft in Wien)
Schwerpunkt u.a.: Sexuelle Bildung & Ungleichheiten, Soziale Bewegungen, Queer-feministische-, Intersektionale- und Postkoloniale Theorien

Dolmetscherin für englisch vor Ort

Wir bitten um Anmeldung unter Angabe, ob englische Übersetzung notwendig ist bis zum 19.03.26 unter info@lez-muenchen.de

Who are we, the lesbian-queer community? Queerness, race and coloniality?

Who are we, the lesbian-queer community? Queerness, race, and colonialityRight-wing extremist agitation is currently directed against both racialized and migrantized “others” as well as against gender and sexual diversity. This makes it all the more urgent to ask where queerness and racism are played off against each other and under what conditions alliances of solidarity are possible. At the beginning of the lecture, some central concepts from intersectional, post- and decolonial debates will be presented. Where do lesbian-queer politics run the risk of becoming entangled in racist or colonial structures, and where can lines of solidarity between queerness, intersectionality, and decoloniality emerge?Using examples from queer activist practice, possibilities will be shown for how these perspectives can be translated into queer activist work. The potential for opening up and expanding queerness will be discussed, as well as the associated tensions, challenges, and contradictions.

Speaker: Tanja Vogler, BSc MSc PhD (Institute for Educational Science in Vienna)Focus areas include:Sexual education & inequalitiesSocial movementsQueer-feminist, intersectional, and postcolonial theoriesEnglish translator available on site – please indicate when registering if requiredMonday, March 23, 2026, from 6:30 p.m. to 8:00 p.m. at the Lesbian-Queer Center (LeZ), Müllerstraße 26, 80469 Munich

Please register by March 19, 2026 at info@lez-muenchen.de

 

Einlassvorbehalt: Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische, Lesben-, Schwulen-, trans*- feindliche oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, sind von Veranstaltungen im LeZ ausgeschlossen.